Metall- und Elektroindustrie

IG Metall lehnt erstes Angebot der Arbeitgeber ab

Darmstadt/Saarbrücken. Bei den Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie im Tarifgebiet Mitte, zu dem auch das Saarland gehört, haben die Arbeitgeber ein erstes Angebot abgegeben. Die rund 400 000 Beschäftigten sollen danach eine Einmalzahlung von 200 Euro und ab April eine Tariferhöhung um 2,0 Prozent erhalten, teilte der Arbeitgeberverband nach der Verhandlung  in Darmstadt mit. Als Laufzeit wurden 15 Monate vorgeschlagen.

Den Forderungen der IG Metall nach zeitweiser Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden und einem gleichzeitigem Lohnausgleich für einige Beschäftigtengruppen erteilte der Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger erneut eine Absage. „Wir sprechen über jede Form der Flexibilisierung, aber mehr Geld für Nichtstun machen wir nicht mit.“

Mitte-Verhandlungsführer Thomas Brunn sprach sich dafür aus, dass die Arbeitszeit im beiderseitigen Einvernehmen auch bedarfsorientiert und bezahlt erhöht werden könne. Diese Forderung unterstrich  auch Dirk Demmer, tarifpolitischer Sprecher der Metall- und Elektroindustrie (M+E) Saar. Es sei nicht einzusehen, das der Tarifvertrag mehr Arbeit untersage. Die IG Metall hat neben Arbeitszeitverkürzungen sechs Prozent mehr Geld gefordert. Sie lehnte das Angebot der Arbeitgeber ab. Die nächste Verhandlungsrunde im Gebiet Mitte ist auf den 18. Januar terminiert.

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