Streit zwischen USA und China

Eklat nach Festnahme der Huawei-Chefin

Finanzchefin Meng Wanzhou ist auf Ersuchen der USA in Vancouver verhaftet worden. FOTO: dpa / Uncredited

Montreal/Peking. Kanada verhaftet die Finanzchefin des chinesischen Technik-Konzerns Huawei. China sieht neuen Ärger auch mit den USA kommen.

Mit der Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Technologie-Konzerns Huawei in Kanada ist zwischen Washington und Peking ein neuer Konflikt entbrannt. Die USA drängen auf die Auslieferung der Top-Managerin Meng Wanzhou, wie ein Sprecher des kanadischen Justizministeriums bestätigte. Für heute ist erst einmal eine Kautionsanhörung angesetzt worden.

China, das gerade erst im Handelsstreit mit den USA einen „Waffenstillstand“ vereinbart hatte, reagierte mit scharfem Protest gegen die USA und Kanada auf die Festnahme. Man habe Washington und Ottawa dazu aufgefordert, „die festgenommene Person umgehend zu entlassen“, sagte der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang.

Laut der kanadischen Zeitung „The Globe and Mail“, die zuerst über die bereits am 1. Dezember erfolgte Verhaftung berichtet hatte, sucht die US-Justiz die Huawei-Managerin wegen Sanktionsverstößen. Einem Insider zufolge werde Meng beschuldigt, das US-Handelsembargo gegen Iran verletzt zu haben. Details zu den Vorwürfen seien aber nicht bekannt, schreibt die Zeitung. Meng ist auch stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Elektronikkonzerns und Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei.

(dpa)
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