Nach Ölpreis-Absturz

Ölkartell Opec ist uneins über Förderkürzungen

Wien. Die 15 Mitglieder des Ölkartells Opec haben sich bis gestern Abend nicht auf konkrete Produktionskürzungen einigen können. Gestern Abend war bei ihrem Treffen in Wien noch nicht absehbar, ob sich die Staaten auf eine Lösung einigen.

Vor den Verhandlungen hatten Teilnehmer der Konferenz verschiedenste Ziele ausgegeben. So sprach etwa der Energieminister Saudi-Arabiens, Khalid Al-Falih, davon, dass Kürzungen in einer weiten Spanne von 500 000 bis 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag möglich seien.

Die Opec war unter Druck geraten, weil der Ölpreis zwischen Anfang Oktober und Anfang Dezember um 30 Prozent abgestürzt ist. Analysten gehen davon aus, dass sich der Preis nur bei einer hohen Förderkürzung stabilisiere. Der Markt gehe von einer Kürzung von 1 bis 1,5 Millionen Barrel aus, so ein Analyst des Forschungsinstituts JBC.

(dpa)
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