Mehrheit an Joint Venture

Autobauer BMW investiert Milliarden in China

Das BMW-Logo auf der Motorhaube eines Fahrzeugs (Symbolfoto). FOTO: AFP / NICOLAS ASFOURI

Als erster deutscher Autobauer übernimmt BMW in China eine Mehrheit von 75 Prozent an seinem lokalen Joint Venture. Die Münchner bauen außerdem ein neues Werk - und setzen verstärkt auf Elektroautos.

BMW investiert insgesamt mehr als 6,6 Milliarden Euro in China. Der Münchner Autokonzern übernimmt allein für 3,6 Milliarden Euro die Mehrheit von 75 Prozent an seinem Gemeinschaftsunternehmen mit dem lokalen Partner Brilliance.

Die Vereinbarung unterzeichneten beide Seiten am Donnerstag in der nordostchinesischen Stadt Shenyang. In den nächsten drei Jahren sollen ferner mehr als drei Milliarden Euro in den Ausbau der Produktion auf dem weltweit größten Automarkt fließen. Mit einem neuen Werk wird die Kapazität am Standort Tiexi verdoppelt.

Bei der Feier zum 15-jährigen Bestehen des Joint Ventures in Shenyang (Provinz Liaoning) wurde der Vertrag zugleich vorzeitig um 22 Jahre bis 2040 verlängert. Die Übernahme der Mehrheit muss von den Behörden und den Brilliance-Aktionären noch gebilligt werden. Allerdings hatte die chinesische Regierung schon frühzeitig signalisiert, dass sie den Ausbau der Anteile von BMW an dem Gemeinschaftsunternehmen begrüßt.

(mro)
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