Geldhäuser unter Druck

Szenarien für eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank

Noch ist völlig unklar, ob es zu einer Fusion kommen wird (Symbolbild). FOTO: REUTERS / Kai Pfaffenbach

Politik und Wirtschaft sprechen seit Tagen über eine mögliche Fusion der beiden größten deutschen Banken. Wie genau könnte ein Zusammenschluss aussehen und was würde das für die Häuser bedeuten? Wir stellen die möglichen Szenarien vor.

Deutsche Bank und Commerzbank haben informelle Gespräche über eine mögliche Fusion begonnen. Nicht zum ersten Mal, doch der sogenannte "Sommerflirt" vor knapp drei Jahren wurde schnell beendet. Beide Seiten gaben sich damals einen Korb und wollten stattdessen ihre eigenen Hausaufgaben erledigen, bevor sie vielleicht irgendwann einmal gemeinsame Sache machen. Nun jedoch drängt Bundesfinanzminister Olaf Scholz die zwei letzten verliebenen deutschen Großbanken dazu, sich erneut tief in die Augen zu schauen. Aber auch dieses Mal ist völlig offen, ob daraus etwas wird. Folgende Szenarien sind denkbar:

"JA-WORT"

Es ist kein Traumpaar, das da zusammenkäme. Darüber sind sich die Banker am Finanzplatz Frankfurt einig. Eine Verbindung gliche eher eine "Zweck-Ehe" zweier Mauerblümchen. Diese würde wahrscheinlich per Aktientausch geschlossen. Banken-Experte Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim hält das für die "wahrscheinlichere Variante", sollte es zum Eheversprechen kommen. Über das exakte Tauschverhältnis entscheidet dann das Vermögen, das beide Partner zum Traualtar mitbringen.


(felt/Reuters)
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