Anhebung auf bis zu 90 Cent möglich

Kabinett macht den Weg für deutliche Erhöhung des Briefportos frei

Eine 20-Cent-Münze steht auf einigen 70-Cent-Briefmarken - das Briefporto könnte auf bis zu 90 Cent steigen (Symbolbild). FOTO: dpa / Jörg Carstensen

Die Regierung hat die Änderung der Postentgeltverordnung abgenickt. Damit ist der Weg für eine deutliche Erhöhung des Briefportos frei. Der Versand eines normalen Briefes könnte schon bald bis zu 90 Cent kosten.

Die Bundesregierung hat die Weichen für eine deutliche Erhöhung des Briefportos gestellt. Das Kabinett billigte am Mittwoch eine Änderung der Postentgeltverordnung. Auf Basis der Regelung kann die Post aller Voraussicht nach das Briefporto wesentlich stärker anheben als bisher vorgesehen.

Im Kern ermöglicht die Verordnung einen größeren Preisspielraum für alle regulierten Postprodukte, also auch für Postkarte oder Auslandsbrief. Nach der Rechtsänderung entscheidet die Bundesnetzagentur über einen neuen Preisrahmen. Danach legt die Post das Porto für den Standardbrief und andere Briefarten fest. Vermutlich ab Sommer könnte das neue Porto gelten.

Branchenkreisen zufolge könnte das Porto für einen Standardbrief von aktuell 70 Cent auf 85 bis 90 Cent steigen. Der vorerst letzte Preissprung Anfang 2016 lag nur bei acht Cent.

(felt/dpa)
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