Bis zu eine Milliarde Euro

Volkswagen will Schadenersatz von Bosch

Das Bosch-Logo vor der Konzernzentrale (Symbolbild). FOTO: dpa / Marijan Murat

Nach Milliardenkosten für die Beilegung des Dieselskandals prüft Volkswagen Schadenersatzansprüche gegen Bosch. VW sieht seinen Zulieferer in der Mitverantwortung für entstandene Schäden. So viel Geld will VW.

Volkswagen sieht im Dieselskandal offenbar eine Mitverantwortung seines Lieferanten Bosch und prüft Schadenersatzforderungen. Diese könnten sich auf bis zu eine Milliarde Euro summieren, berichtete der "Spiegel" am Freitag vorab ohne Quellen. Der Skandal kostete Volkswagen bereits über 28 Milliarden Euro. Bosch hatte VW die Grundversion der Software geliefert, die in großem Stil zur Manipulation von Abgaswerten bei Diesel-Autos genutzt wurde. Der Zulieferer geriet deshalb ebenfalls ins Visier der Justiz.

Laut „Spiegel“ bereitete VW bereits Ende 2018 eine Klage gegen Bosch vor. Inzwischen vereinbarten die Konzerne demnach eine Frist bis Ende März, bis dahin wollten beide Unternehmen über das weitere Vorgehen entscheiden, schrieb das Magazin.

In einer Volkswagen-Stellungnahme hieß es nur: „Wir verweisen darauf, dass wir uns zu Fragen, die etwaige interne vertrauliche Vorgänge betreffen könnten, nicht äußern.“ Bosch wiederum teilte mit: „Bosch und Volkswagen verbindet ein jahrzehntelanges Hersteller-Lieferanten-Verhältnis. Wir können uns eine solche Klage gegen Bosch nicht vorstellen.“

(kron/dpa)
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