Autobauer verschärft Sparkurs nach Gewinneinbruch

BMW kürzt Dividende und verkleinert Vorstand

FOTO: dpa / Armin Weigel

Nachdem der Gewinn für das Jahr 2018 massiv eingebrochen ist, steigt BMW stärker auf die Kostenbremse und senkt die Dividende.

Der Nettogewinn brach im vergangenen Jahr um fast 17 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro ein, wie der Münchner Autobauer am Freitag mitteilte. Dabei schlugen sowohl die Rabattschlachten um die Einführung des schärferen Abgastests WLTP als auch die internationalen Handelskonflikte ins Kontor. Zudem blieben die Kosten für neue Technologien wie Elektromobilität und autonomes Fahren sowie Belastungen aus Wechselkurseffekten und Rohstoffpreisen hoch. Die Herausforderungen nähmen auch in den nächsten Monaten nicht ab, sagte Konzernchef Harald Krüger. "Deswegen werden große Kraftanstrengungen in allen Bereichen des Unternehmens erforderlich sein, um die Transformation der Branche unter diesen Rahmenbedingungen erfolgreich zu gestalten."

Als Konsequenz will BMW weiter sparen. Das vor zwei Jahren aufgelegte Effizienzprogramm mit dem Namen "Performance Next" wird intensiviert: "Diese Anstrengungen werden wir angesichts der aktuellen Entwicklung nochmals ausweiten und deutlich verstärken", sagte Finanzchef Nicolas Peter. Um den Belastungen entgegenzuwirken, werde bereits an der Reduzierung der Modellvielfalt gearbeitet. Als Beispiel nannte BMW den 3er Gran Turismo, für den es keinen Nachfolger geben soll. Auch die Aktionäre bekommen den Gewinnrückgang zu spüren: Die Dividende soll um je 50 Cent auf 3,50 je Stamm- und 3,52 je Vorzugsaktie gekürzt werden.

Ferner kündigte der Münchener Autobauer an, seinen Vorstand umzubauen. Das Gremium schrumpft im Oktober auf sieben Mitglieder, weil Peter Schwarzenbauer im Alter von dann 60 Jahren ausscheidet. Bereits zum 1. April wird der Vertrieb der Marken BMW, Mini und Rolls Royce in einem zentralen Ressort zusammengefasst, dessen Leitung Pieter Nota übernimmt.

(felt/Reuters)
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