China und Abgastest belasten

BMW will nach schwachem Jahr die Zügel anziehen

Produktion im BMW-Werk Leipzig: Der Autobauer hat angesichts der Schwierigkeiten auf den weltweiten Automärkten im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Foto: Jan Woitas FOTO: Jan Woitas

München. BMW will angesichts der Schwäche auf den Automärkten die Sparbemühungen verschärfen. „Die Herausforderungen für die gesamte Industrie nehmen in den nächsten Monaten nicht ab“, sagte Vorstandschef Harald Krüger am Freitag in München.

„Deswegen werden große Kraftanstrengungen in allen Bereichen des Unternehmens erforderlich sein“, warnte Krüger. Dabei gibt es auch Personalwechsel im Vorstand. Im vergangenen Jahr sorgten schwächere Geschäfte in China und Europa für einen Gewinneinbruch, die Dividende soll empfindlich gekürzt werden.

Bereits seit 2017 laufe im Konzern ein Programm, um effizienter zu wirtschaften und die Modellvielfalt zu senken, sagte Finanzchef Nicolas Peter. „Diese Anstrengungen werden wir angesichts der aktuellen Entwicklungen nochmals ausweiten und deutlich verstärken.“ Und „wir erwarten auch 2019 starken Gegenwind für die gesamte Branche“.

Mit dem Ausscheiden von Mini- und Motorradchef Peter Schwarzenbauer im Oktober wird BMW seinen Vorstand verkleinern. Zugleich erhält der seit Anfang 2018 amtierende Vetriebsvorstand Pieter Nota mehr Aufgaben. Schwarzenbauer scheide mit Erreichen des 60. Lebensjahres auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus, hieß es. Die Marken BMW, Rolls Royce und Mini werden im Vertriebsressort von Nota gebündelt. Die Motorradsparte wechselt in den Bereich von Entwicklungschef Klaus Fröhlich.

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