Baugenehmigungen gehen zurück

Branche: Regierung verfehlt Ziel von 400.000 Wohnungen

Die Baubranche ist angesichts des langen Immobilienbooms stark ausgelastet, Hausbauer warten oft Monate auf Handwerker. Foto: Christian Charisius FOTO: Christian Charisius

München. Im Kampf gegen Mietexplosion und Wohnungsmangel verfehlt die Bundesregierung nach Ansicht der deutschen Bauwirtschaft ihr Ziel von bis zu 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr.

Dies sei nicht erreichbar, auch die Zahl der neu genehmigten Wohnungsbauanträge liege weit unter der Zielmarke, hieß es aus der Branche. „320.000 Wohnungen halten wir für realistisch, es können auch 330.000 sein“, sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, am Donnerstag auf der Münchner Handwerksmesse.

Die Bauunternehmen arbeiteten die neu genehmigten Wohnungen ab. „Wir gehen davon aus, dass wir noch zwei, drei Jahre starke Nachfrage im Wohnungsbau sehen.“ Danach werde die Nachfrage sicher zurückgehen.

Im Berliner Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD 1,5 Millionen neue Wohnungen bis zum Ende der vierjährigen Wahlperiode 2021 zum Ziel gesetzt; im rechnerischen Schnitt wären das alljährlich 375.000 neue Wohnungen. 2018 wurden nach Zahlen der Bauwirtschaft aber nur rund 305.000 neue Wohnungen fertig gestellt.

top