Anja Weber

DGB-Chefin kritisiert Arbeitszeit-Initiative aus NRW

Die DGB-Chefin von NRW, Anja Weber. FOTO: dpa, mg wst

Am Mittwoch wird die NRW-Landesregierung im Bundesrat einen Entschließungsantrag einbringen, in dem sie ein flexibleres Arbeitszeitrecht fordert. Tarifpartnern soll es so ermöglicht werden, anstelle einer täglichen Arbeitszeit eine wöchentliche Höchstarbeitszeit zu vereinbaren. Außerdem will sie eine Verkürzung der vorgeschriebenen Ruhezeit von elf Stunden durchsetzen. Die DGB-Chefin von NRW, Anja Weber, lehnt das vehement ab.

Die Gewerkschaften haben zuletzt mit einer Reihe von Tarifabschlüssen mehr Freizeit durchgesetzt und damit das Arbeitsvolumen verknappt. Was spricht dagegen, dass die Unternehmen im Gegenzug flexiblere Arbeitszeiten fordern?

Weber Flexibel bedeutet ja aus Sicht der Arbeitgeber in erster Linie mehr Arbeit und nach ihren Bedürfnissen gestaltet. Die Belastung der Menschen ist ohnehin schon gestiegen. Wir müssen darüber reden, wie wir die Arbeit besser zugunsten der Arbeitnehmer organisieren, und nicht darüber, wie wir sie bis zur Erschöpfung auspressen.

Klingt aus Arbeitnehmersicht traumhaft, bedeutet aber auch mehr Aufwand.


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