Bundesamt legt Details vor

Inflation hält sich über zwei Prozent

Zahlreiche Stromleitungen im schleswig-holsteinischen Wewelsfleth. Vor allem steigende Energiepreise sollen verwantwortlich für die Teuerung sein. Foto: Daniel ReinhardtFOTO: Daniel Reinhardt

Wiesbaden. Steigende Energiepreise haben die Teuerung in Deutschland den zweiten Monat in Folge über zwei Prozent getrieben.

Im Juni legten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Auch für Lebensmittel mussten die Verbraucher binnen Jahresfrist mehr zahlen.

Im Mai hatte die Preissteigerung insgesamt bei 2,2 Prozent im Jahresvergleich gelegen. In den Monaten Februar bis April hatte jeweils eine 1 vor dem Komma gestanden. Im Vergleich zum Mai 2018 legten die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent zu.

Der Anstieg der Energiepreise beschleunigte sich im Juni und lag bei 6,4 Prozent (Mai plus 5,1 Prozent). Vor allem Heizöl (plus 30,3 Prozent) und Sprit (plus 11,3 Prozent) wurden binnen Jahresfrist deutlich teurer. Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher auch für Nahrungsmittel (plus 3,4 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Preise für Nahrungsmittel und Energie hätte die Inflationsrate im Juni den Angaben zufolge bei 1,4 Prozent gelegen.

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