Jahrestagung in New York

IWF-Chefin Lagarde geht auf Konfrontationskurs zu Trump

IWF-Chefin Christine Lagarde spricht in Washington bei einer Pressekonferenz zum Auftakt der Jahrestagung von IWF und Weltbank. Foto: Jose Luis MaganaFOTO: Jose Luis Magana

Washington. Ohne ihn namentlich zu erwähnen, hat IWF-Chefin Christine Lagarde die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert.

Der freie Welthandel habe dazu beigetragen, Wachstum und Wohlstand für große Teile der Welt zu bringen, sagte sie zum Auftakt der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington. „Das müssen wir sichern“, betonte Lagarde. Viel Lob gab es dagegen für den scheidenden Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der sich in Washington nach acht Jahren im Amt von der internationalen Finanzprominenz verabschiedete.

Trumps Politik richtet sich am Prinzip „America first“ aus und sieht Einschnitte beim Freihandel vor. Insofern läuft die aktuelle Strategie der größten Volkswirtschaft der Welt genau gegen diejenige des IWF, der internationale Kooperation propagiert. Vor allem die Entwicklungsländer hätten davon in jüngster Zeit profitiert, hieß es. Darauf hatte zuvor auch Weltbank-Präsident Jim Yong Kim hingewiesen.

Zuletzt hatten die USA empfindliche Strafzölle für Flugzeugimporte aus dem Nachbarland Kanada verhängt. Auch mit anderen Ländern - etwa China und Deutschland - liegt Trump handelspolitisch im Clinch.

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