Aktionäre wehren sich

Musterverfahren nach VW-Übernahmeschlacht

Nach Gerichtsangaben geht es im Musterverfahren utner anderem um irreführende Presseerklärungen. Foto: Uwe ZucchiFOTO: Uwe Zucchi

Hannover. Inmitten des Abgasskandals wird es für Volkswagen an einer weiteren juristischen Front ernst.

Im milliardenschweren Streit um die Folgen der gescheiterten VW-Übernahme durch den viel kleineren Sportwagenbauer Porsche beginnt am Donnerstag das Musterverfahren nach entsprechenden Klagen von Aktionären. Der Übernahmeversuch hatte zu heftigen Kursturbulenzen geführt - was einige Anleger viel Geld kostete. Diese sehen sich rückblickend fehlinformiert.

Ziel des Prozesses nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMug) ist ein Musterentscheid, der für alle Beteiligten bindend ist. Dazu wird der Fall des Musterklägers verhandelt und entschieden. Musterverfahren können sich über Jahre hinziehen.

Eine Beweisaufnahme sei am ersten Tag nicht geplant, sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Celle vor Auftakt der mündlichen Verhandlung. Vielmehr sollten Sach- und Rechtsfragen erörtert werden. Für das Musterverfahren (Az: 13 Kap 1/16) sind zunächst zehn Verhandlungstermine angesetzt - und zwar am Landgericht Hannover. Insgesamt wurden die sogenannten Feststellungsziele von 42 Klägern gebündelt.

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