Gesamte Baureihe stillgelegt

Nach 737-Absturz: Auswertung der Flugschreiber kann beginnen

Der Koffer mit den Flugschreibern der abgestürzten Boeing 737 Max 8 wird in die französische Luftsicherheitsbehörde BEA gebracht. Foto: Christophe Ena/AP FOTO: Christophe Ena

Paris/Washington. Der Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien hat weltweit zu einer Furcht vor neuen Zwischenfällen geführt und den US-Hersteller in große Bedrängnis gebracht. Jetzt kann die akribische Klärung der Unglücksursache beginnen.

Die beiden Flugschreiber der verunglückten Ethiopian-Airlines-Maschine kamen am Donnerstag in Frankreich an. Die sogenannten Blackboxes zeichnen den Sprechfunk im Cockpit und alle Flugdaten auf, weswegen sie für die Klärung der Unglücksursache entscheidend sein könnten.

Vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle wurden die Flugschreiber direkt zur französischen Luftsicherheitsbehörde gebracht, wie das in einem Vorort ansässige Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA) mitteilte.

Bei dem Absturz am Sonntag in Äthiopien waren alle 157 Menschen an Bord der relativ neuen Maschine ums Leben gekommen. Es war der zweite tödliche Crash einer neuen Boeing 737 Max 8 innerhalb weniger Monate, weshalb seit Montag zahlreiche Länder als Vorsichtsmaßnahme ihren Luftraum für Maschinen dieses Typs gesperrt hatten. Am Mittwochabend zog schließlich auch das Herstellerland USA nach. Damit bleiben die rund 370 seit 2017 ausgelieferten Maschinen am Boden.

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