CEO Blume hält an Zielen fest

Porsche muss Kosten für Elektromobilität wieder reinholen

Porsche hat 2018 gut 256.000 Fahrzeuge ausgeliefert, vier Prozent mehr als im Jahr davor. Foto: Marijan Murat FOTO: Marijan Murat

Stuttgart. Mit seinen immensen Kosten setzt der Wandel in der Autowelt allmählich auch den erfolgsverwöhnten Sportwagenbauer Porsche finanziell unter Druck.

Zwar fuhr Porsche 2018 erneut Rekordwerte in seiner Bilanz ein. Damit das so bleibt und vor allem die ehrgeizigen Renditeziele gehalten werden können, haben Vorstandschef Oliver Blume und sein Finanzchef Lutz Meschke dem Unternehmen nun ein Ergebnisprogramm verordnet.

Bis 2025 wollen sie damit insgesamt sechs Milliarden Euro und von da an jedes Jahr zwei Milliarden Euro zusammenbekommen - über Einsparungen, aber auch mit neuen Umsatzquellen. „Wir müssen jetzt konsequent gegensteuern“, sagte Meschke am Freitag in Stuttgart.

Porsche hatte seinen Umsatz im vergangenen Jahr zwar erneut um fast zehn Prozent auf rund 25,8 Milliarden Euro steigern können. Weil das operative Ergebnis aber nicht in gleichem Maße mitzog, lag die für den Sportwagenbauer so wichtige Rendite nur noch bei 16,6 Prozent. Damit liegt Porsche zwar immer noch deutlich über dem von Blume langfristig ausgerufenen Ziel von 15 Prozent - aber auch einen ganzen Prozentpunkt unter dem Wert von 2017. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 3,1 Milliarden Euro, gut drei Prozent mehr als 2017.

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