Tourismusbranche

Türkei-Buchungen heben Stimmung der Tui-Aktionäre

Friedrich Joussen, Vorstandsvorsitzender der TUI Group steht vor der Hauptversammlung der TUI AG auf der Bühne. Foto: Swen PförtnerFOTO: Swen Pförtner

Hannover. Der weltgrößte Tourismuskonzern Tui hat durch den Verkauf von drei Riu-Hotels die Pleite des Ferienfliegers Niki zum Start in sein neues Geschäftsjahr verkraftet.

Kräftige Zuwächse bei den Sommerbuchungen für die Türkei und andere Länder sorgen für gute Stimmung beim weltgrößten Reisekonzern Tui.

„In Deutschland liegen die Türkei-Buchungen derzeit 50 Prozent höher als im Vorjahr“, sagte Vorstandschef Fritz Joussen am Dienstag vor der Hauptversammlung in Hannover. Das sei eine „starke Zahl“ nach dem schmerzhaften Einbruch nach den Terroranschlägen vor zwei Jahren. Über alle Herkunfts- und Urlaubsländer der Reisenden hinweg liegen die Buchungen für den Sommer bei Tui derzeit sechs Prozent höher als 2017. Bei den Umsätzen für den bevorstehenden Sommer beläuft sich das Plus sogar auf acht Prozent.

Auch der Start ins Geschäftsjahr 2017/18 gelang der Tui besser als zuletzt. Im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember ließ der lukrative Verkauf von drei Riu-Hotels den Konzern die Pleite des Ferienfliegers Niki gut verkraften. Der saisontypische Verlust unter dem Strich verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 99,6 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 8 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Reiseveranstalter schreiben im reiseschwachen Winter meist rote Zahlen. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

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