Sinkende Verkäufe seit Trump

US-Waffenschmiede Remington kündigt Insolvenzantrag an

Soldat feuert mit einem Remington M4 Sturmgewehr. Die US-Waffenschmiede Remington hat angekündigt einen Insolvenzantrag zu stellen. Foto: Francis R. MalasigFOTO: Francis R. Malasig

Madison. Hohe Schulden und sinkende Nachfrage nach Pistolen und Gewehren zwingen einen der ältesten US-Waffenhersteller in die Insolvenz. Die Remington Outdoor Company kündigte am Montag einen Antrag auf Gläubigerschutz an.

Der Waffenhersteller Remington leidet unter sinkenden Verkäufen - wie die gesamte US-Waffenindustrie seit der Wahl von Donald Trump.

Am Montag (Ortszeit) kündigte die Remington Company einen Antrag auf Gläubigerschutz an. Hohe Schulden und sinkende Nachfrage nach Pistolen und Gewehren zwingen das Unternehmen in die Insolvenz. Das Verfahren soll den Abbau des Schuldenbergs bei laufendem Geschäftsbetrieb ermöglichen.

Remington, gegründet im Jahr 1816, ist einer der ältesten Waffenhersteller und ein Urgestein der US-Industrie. Seit mehr als zweihundert Jahren macht die Firma Geschäfte mit tödlichen Schusswaffen und der dazugehörigen Munition. Remingtons Revolver prägten die Wildwest-Ära, heute umfasst die Produktpalette ein breites Waffenarsenal, darunter auch martialische Sturmgewehre wie die berüchtigten und hochumstrittenen „Bushmaster Rifles“. Dass der Traditionsname Remington verschwindet, halten Branchenkenner für unwahrscheinlich. Doch an einer harten Sanierung dürfte kein Weg vorbeiführen.

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