Tarifstreit der Länder

Verdi bestreikt Dienstag Unikliniken in NRW

Frank Bsirske, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. FOTO: dpa / Bernd Settnik

Für die betroffenen Kliniken gelten Notdienstvereinbarungen. Der Schwerpunkt liegt auf Düsseldorf, Essen und Köln. Auch an den Universitäten, in weiteren Landesbehörden und beim Statistikamt IT.NRW legen Beschäftigte die Arbeit nieder.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will am Dienstag mit Warnstreiks in den nordrhein-westfälischen Unikliniken weiteren Druck für die Tarifverhandlungen aufbauen. Gemeinsam mit dem Beamtenbund (DBB), der Gewerkschaft der Polizei, der IG Bau und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft streitet Verdi mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder für sechs Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro mehr im Monat. Zudem verlangen die Gewerkschaften eine neue Entgeltordnung. Auch möchten sie spezielle Verbesserungen für das pflegende Personal, für Lehrer, Auszubildende und Praktikanten durchsetzen.

Die Warnstreiks sollen heute in erster Linie die Unikliniken treffen.Nach Verdi-Angaben liegt der Streikschwerpunkt auf Düsseldorf, Köln und Essen. „Bislang können wir nicht abschätzen, wie groß die Beteiligung an den Warnstreik-Maßnahmen sein wird“, sagte ein Sprecher der Uniklinik Düsseldorf. Unabhängig davon werde die Notfallversorgung im UKD aufrechterhalten. „Wir bedauern die durch den Warnstreik eventuell entstehenden Beeinträchtigungen und Unannehmlichkeiten für unsere Patienten.“

An der Uniklinik Münster soll es nach Angaben einer Sprecherin erst am Donnerstag eine „aktive Mittagspause“ geben, in der die Belegschaft über den Stand der Verhandlungen informiert wird.

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