Manager mit Macho-Image

Schalke-Legende Assauer ist tot

Rudi Assauer im Jahr 2011. FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd

Herten. Jahrelang prägte Rudi Assauer den FC Schalke 04 wie kein anderer. Er war Macher und Seele des Traditionsclubs. Der UEFA-Cup-Sieg 1997 und seine Tränen nach der „Vier-Minuten-Meisterschaft“ 2001 sind unvergessene Momente. Nun starb der Ex-Manager nach langer Krankheit.

Sein Name ist für immer untrennbar mit dem FC Schalke 04 verbunden. In den vergangenen Jahrzehnten prägte niemand den Traditionsverein aus dem Revier so nachhaltig wie Rudi Assauer. „Ohne diese Fans, ohne diese Tradition, ohne diese religiösartige Bewunderung wäre dieser Verein schon längst tot. Das ist die Philosophie von Schalke 04“, sagte Assauer einmal. Und beschrieb damit eindringlich, was ihm der Fußballclub bedeutete.

Schon zu Lebzeiten war er als mächtiger Manager, der Schalke als sein Lebenswerk betrachtete, eine königsblaue Legende. Nun ist Rudolf „Rudi“ Assauer, der jahrelang an Alzheimer litt, am Mittwoch im Alter von 74 Jahren gestorben. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Kreisen der Familie bestätigt. Zuerst hatte die „Bunte“ über den Tod Assauers berichtet. Er hinterlässt zwei Töchter, Katy und Bettina.

„Entweder ich schaffe Schalke oder Schalke schafft mich“, lautet einer der bekanntesten Sätze Assauers. Im Rückblick lässt sich sagen, dass er Schalke geschafft hat. In zwei Amtszeiten (1981 bis 1986 und 1993 bis 2006) war er insgesamt 18 Jahre lang für den Revierclub als Manager tätig. Der große Erfolg stellte sich aber erst ein, als ihn der damalige Präsident, „Sonnenkönig“ Günter Eichberg, in höchster Not im April 1993 holte. Schalke lag finanziell am Boden, es drohte der Lizenzentzug. In mühsamer Kleinarbeit gewannen Assauer und seine Vorstandskollegen in den Folgejahren das Vertrauen der Banken und Sponsoren zurück und legten damit die Basis für den späteren sportlichen Erfolg.

(dpa)
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