Das Rauch-Imperium schlägt zurück

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), sieht die Iqos kritisch: Gesicherte Erkenntnisse über die Risiken gebe es nicht. Ihr sei wichtig, so Mortler zur SZ, "dass kein Nichtraucher zu diesen neuen Produkten greift." Und weiter: "Das aber ist die Gefahr, die von der massiven Bewerbung ausgeht. Ein großer Teil der Tabakwerbung zielt heute auf Iqos und Co. ab."

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Gesundheitsgefahr ist noch nicht geklärt Im Gegensatz zu E-Zigaretten, bei denen eine nikotinhaltige Chemikalie erhitzt und inhaliert wird, arbeiten "weniger schädliche Zigaretten" wie die Iqos mit Tabak. Der Tabak wird beim Konsum aber nicht mehr verbrannt. Es gibt Hinweise, dass das Krebsrisiko von klassischen Zigaretten vor allem auf chemische Prozesse beim Verbrennen des Tabaks zurückzuführen ist. Die Iqos verdampft Tabak bei Temperaturen um 300 Grad Celsius. Die herkömmliche Zigarette verbrennt den Tabak und kommt damit auf Temperaturen von 500 bis 800 Grad. Beim Verbrennen entstehen Nitromsamine und Benzpyrene, die für Lungenkrebs verantwortlich gemacht werden. Die Gesundheitsgefahren von Iqos sind wissenschaftlich längst noch nicht abschließend geklärt.

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