Tödliches Drama in Bischmisheim

Mann erschlägt Ehefrau mit der Axt: Für die Richter war es Mord!

(Symbolbild). FOTO: dpa / David-Wolfgang Ebener

Saarbrücken . Mord oder Totschlag? Lebenslänglich oder fünf Jahre Haft? Darum ging es im Strafprozess gegen den Mann, der seine Frau im Bett mit einer Axt erschlagen hat.

Wie hoch ist die gerechte Strafe für den 40 Jahre alten Familienvater aus Bischmisheim, der im Mai 2018 seine Frau im Ehebett mit einer Axt erschlagen hat? Muss es eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes sein, wie vom Oberstaatsanwalt gefordert? Oder sind maximal fünf Jahre Haft wegen Totschlags im Zustand verminderter Schuldfähigkeit tat- und schuldangemessen, wie vom Verteidiger beantragt?

Die Richterinnen und Richter des Saarbrücker Schwurgerichts standen nach den Schlussplädoyers von Anklage und Verteidigung vor einer schwierigen Frage. Sie ließen sich einen Tag Zeit, um ihre Antwort in aller Ruhe und mit aller Sorgfalt prüfen. Dann verkündeten sie ihr Urteil: Der Angeklagte wurde wegen Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt. Es sei nicht auszuschließen, dass der Mann zur Tatzeit vermindert schuldfähig gewesen sei.


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