Investitionen von 155 Millionen Euro

Was der Bund mit den saarländischen Kasernen vorhat

In der Kaserne Auf der Ell in Merzig sind die Unterstützungs-, die Sanitäts- und die Rekrutenkompanie des Fallschirmjägerregiments 26 stationiert, außerdem ein Sanitätszentrum. Der Bund will dort in den nächsten Jahren insgesamt 45 Millionen Euro investieren. FOTO: Stadt Merzig

Saarbrücken. WLan auf den Stuben, neue Truppenküchen, Umbau von Gebäuden: 155 Millionen sollen nach Merzig, Lebach, Saarlouis und Zweibrücken fließen.

Der neue Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, ist in den ersten hundert Tagen seiner Amtszeit viel herumgekommen. Die Botschaft, die der Vier-Sterne-General und Saarbrücker überall vermittelte, lautete: Es geht wieder aufwärts. „Nach 25 Jahren des Schrumpfens und Sparens hapert es an vielen Dingen“, räumte er in einem Interview mit Bundeswehr-Medien ein. Die eingeleiteten „Trendwenden“ brauchten noch Zeit. Es soll 20 000 zusätzliche Soldaten und mehr Milliarden für besseres Material geben.

Wobei Material nicht nur fliegende Hubschrauber und hochtechnologische Waffensysteme umfasst, sondern auch die Unterkünfte. Die sind zum Teil so heruntergekommen, dass die ehemalige Neunkircher SPD-Bundestagsabgeordnete Heidtrud Henn nach einem Besuch in der Zweibrücker Kaserne einmal sagte, sie würde in den dortigen Unterkünften „nicht mal mit Gummistiefeln“ duschen gehen.

Von den versprochenen Investitionen soll auch unsere Region profitieren. Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr geht davon aus, dass in den Kasernen in Merzig, Saarlouis, Lebach und Zweibrücken mittel- und langfristig 155 Millionen Euro investiert werden. Die Planungen reichten bis ins Jahr 2031, sagte ein Sprecher der Behörde auf SZ-Anfrage.

top