Familiäre Gründe

Völklinger Oberbürgermeister Klaus Lorig hört 2018 auf

Klaus Lorig Foto: Becker & BredelFOTO: Becker & Bredel

Völklingen. Nach dem Desaster um die Meeresfischzucht war der 65-Jährige auch in der CDU umstritten. Nun will er in den Ruhestand gehen – aus familiären Gründen.

Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) hat überraschend seinen vorzeitigen Rückzug angekündigt. Der 65-Jährige, noch bis zum September 2019 als Stadtoberhaupt gewählt, wird nun bereits zum 31. Mai 2018 in Pension gehen. Den entsprechenden Antrag hat er am Donnerstagmorgen seinem Stellvertreter, Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU), übergeben. "Ich beantrage hiermit unter Verzicht auf Widerruf meine Versetzung in den Ruhestand mit Wirkung zum Ablauf des 31.05.2018", heißt es kurz und knapp in dem Schreiben, das das Stadtoberhaupt anschließend auch in Kopie in der SZ-Lokalredaktion Völklingen präsentierte.

Lorig, derzeit Vizepräsident des Saarländischen Städte- und Gemeindetages, war nach dem Millionen-Desaster mit der städtischen Meeresfischzuchtanlage zuletzt auch in der eigenen Partei umstritten. Für seine Entscheidung, betonte der Politiker in einem SZ-Gespräch, seien aber familiäre Gründe ausschlaggebend gewesen. Er wolle noch möglichst viele schöne Jahre gemeinsam mit seiner Frau verbringen, sofern sie ihnen geschenkt würden. Seine Frau ist erkrankt.

Lorigs Entscheidung kommt auch für enge Parteifreunde überraschend. Die Frage der Nachfolge ist noch völlig ungeklärt. Stefan Rabel, Chef der CDU-Stadtratsfraktion, hält sich bisher bedeckt. Derweil hat sich Fraktions-Vize Kevin Frank in jüngster Zeit verstärkt ins politische Gespräch gebracht. Auch die Opposition im Stadtrat wird Schwierigkeiten haben, Kandidaten zu benennen. Als erste Option bei der SPD wird bisher Christiane Blatt, Vize-Chefin der Landtagsfraktion, gehandelt.

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