Rudern

Ein Erfolgsgarant steht vor dem Aus

Ein Blick in eine ungewisse Zukunft: Hans-Jürgen Förster leitet den Bundesstützpunkt der Ruderer in Saarbrücken. FOTO: Oliver Dietze

Saarbrücken. Der Bundesstützpunkt der Ruderer in Saarbrücken hat wohl keine Zukunft – trotz millionenschwerer Investitionen in der Undine.

Es gibt wenige Orte in Saarbrücken, die so beschaulich sind wie das Bootshaus der Rudergesellschaft Undine. Es liegt in der Bismarckstraße an einem Altarm der Saar. Selbst die Stadtautobahn klingt hier wie Meeresrauschen. Der gepflegte Bau ist auch eine der ersten Adressen im Saarsport, ein Bundesstützpunkt im Rudern, dekoriert mit etlichen Medaillen. Doch diesen Standort umgibt eine bedrohliche Ruhe. Bald könnte sein Ende besiegelt sein.

Wenige hundert Meter flussabwärts befindet sich das saarländische Innenministerium. Hier macht Minister Klaus Bouillon (CDU) in diesen Tagen große Sportpolitik. Der 69-Jährige sitzt bis 2018 der Sportminister-Konferenz aller Bundesländer vor. Das heißt: Bouillon verhandelt die 2016 angekündigte Leistungssportreform auf höchster Ebene mit. Ohne das Saarland aus dem Blick zu verlieren.

Die Reform soll die Antwort auf das Olympia-Debakel von Rio de Janeiro sein. Bisher wirft sie viele Fragen auf. Auch nach der Anzahl der Bundesstützpunkte, die drastisch sinken dürfte. Das betrifft auch den Deutschen Ruderverband (DRV). Und den Stützpunkt in Saarbrücken. Über dessen Zukunft äußerte sich Minister Bouillon gegenüber der SZ nicht allzu optimistisch.

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