Autozulieferer

Keine Bewegung im Streit um Halberg Guss

Rund 600 Beschäftigte der Neuen Halberg Guss waren gestern nach Frankfurt gereist, um zu demonstrieren. FOTO: dpa / Arne Dedert

Frankfurt/Saarbrücken. Die Verhandlungen um einen Sozialtarifvertrag bei der Neuen Halberg Guss sind vorerst gescheitert. Offen ist, wie es weitergeht.

Nach vier Wochen Streik und zähen Verhandlungen zeichnet sich beim Autozulieferer Neue Halberg Guss (NHG) weiter keine Lösung des Konflikts ab. Die IG Metall und das Management der Prevent-Tochter konnten sich gestern in Frankfurt auf keinen Sozialtarifvertrag einigen, wie beide Seiten bestätigten. Die Verhandlungen waren von Protesten begleitet worden, an denen rund 600 Beschäftigte aus Saarbrücken und Leipzig teilnahmen.

Streitpunkte waren unter anderem die Abfindungen und Sozialleistungen für Beschäftigte, die entlassen werden sollen. Der Standort Leipzig soll zum Ende kommenden Jahres geschlossen werden. Ein neuer Gesprächstermin wurde laut IG Metall nicht vereinbart, dafür sehen sich die Streitparteien aber bereits heute wieder bei einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Frankfurt. Das Management will den Arbeitskampf für nicht rechtmäßig erklären lassen. Allerdings haben die Arbeitsgerichte in Saarbrücken und Leipzig bereits in vorangegangenen Entscheidungen den Streik für rechtmäßig erklärt.

Das Unternehmen hatte ein neues Angebot vorgelegt. Das Management bot nach eigenen Angaben den zur Entlassung stehenden Mitarbeitern Abfindungen an, wenn der seit vier Wochen andauernde Streik umgehend beendet werde. Auch sollte eine Transferagentur eingerichtet werden. Die verbleibenden Beschäftigten im Saarbrücker Stammwerk sollten bis zum Ende des kommenden Jahres vor Kündigungen geschützt werden und zu den Regelungen des IG-Metall-Flächentarifvertrags mit der 35-Stunden-Woche zurückkehren können, teilte das Unternehmen mit.

(low)
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