Bilanz des Rückversicherers Munich Re

Bisher weltweit weniger Naturkatastrophen

München. Nach der Serie verheerender Stürme 2017 ist die Welt in diesem Jahr bislang von schweren Naturkatastrophen weitgehend verschont geblieben. Von Anfang Januar bis Ende Juni verzeichnete der weltgrößte Rückversicherer Munich Re rund um den Globus volkswirtschaftliche Schäden von 33 Milliarden Dollar – im langjährigen Mittel ein niedriger Wert.

„Man kann es auch als die Ruhe nach dem Sturm bezeichnen“, sagte Ernst Rauch, Chef der Klima- und Geoforschung des Unternehmens.


Im vergangenen Jahr hatte dagegen eine Serie dreier schwerer Hurrikans in der Karibik und den USA dreistellige Milliardenschäden angerichtet. Schwerster Sturm in diesem Jahr war mit einem volkswirtschaftlichen Schaden von 2,7 Milliarden Dollar „Friederike“, der im Januar über Großbritannien, Nordfrankreich, die Beneluxländer und Deutschland gezogen war.

Die Munich Re erfasst seit Jahrzehnten weltweit die Naturkatastrophen. Zuletzt war die Bilanz im Jahr 2005 so vergleichsweise friedlich ausgefallen. Die geringen Schäden sind aber kein Indikator, dass dies bis zum Jahresende so bleibt. „Es ist typisch, dass die Schäden in der ersten Jahreshälfte geringer ausfallen, da die schweren tropischen Stürme erst in der zweiten Jahreshälfte auftreten“, sagte Rauch.

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