Baugenossen kriegen Dividende

Die Völklinger Baugenossenschaft nimmt viel Geld für die Erhaltung ihres Wohnungsbestandes in die Hand: hier das Hochhaus Pasteurstraße 15 mit seinen 54 Wohnungen, dessen Sanierung erfolgreich abgeschlossen worden ist. Foto: JenalFOTO: Jenal

Völklingen. Die Völklinger Allgemeine Baugenossenschaft (ABG) 04, zuständig für 106 Mietshäuser mit 641 Wohnungen, schreibt weiterhin Gewinn. Zu Jahresende wechselt nun der Geschäftsführer: Dieter Füchsle (65) geht in den Ruhestand. Nachfolger wird Markus Arend (40).

Die wichtigste Nachricht bei der Jahresmitgliederversammlung der Allgemeine Baugenossenschaft Völklingen 1904 (ABG) in der Hans-Netzer-Halle: Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ), der zugleich der Vorsitzende des Aufsichtsrats der ABG ist, gab eine einschneidende Änderung an der Spitze der ABG bekannt: Geschäftsführer Dieter Füchsle (65) wird sein Amt Ende des Jahres niederlegen und in den Ruhestand gehen. Füchsle hat diese Position seit September 2008 inne. Sein Nachfolger wird der Diplomingenieur Markus Arend (40) aus Bielefeld, der seit August im Vorstand der ABG sitzt und bereits auf eine vielseitige berufliche Karriere als Bau- und Projektleiter sowie Technischer Leiter (unter anderem bei der Bayerischen Städtebau Projektentwicklung GmbH & Co. KG, der Targenia Real Estate GmbH, der Mondura Liegenschaften AG und der B&B Hotels Deutschland GmbH) zurückblicken kann.

So stellte Füchsle nun zum letzten Mal den Lagebericht vor und gab den Jahresabschluss für 2013 bekannt. Die deutsche Wirtschaft habe sich im vergangenen Jahr als stabil erwiesen und der Wohnungsbau habe erneut zugelegt, sagte er. Derzeit besitzt die ABG 106 Mietshäuser mit 641 Wohnungen. Im Jahresverlauf 2013 wurden 70 Wohnungen und neun Garagen neu vermietet. Zudem verwaltet die Genossenschaft 38 Eigentumswohnungen, ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen sowie vier Gewerbeeinheiten. Laut Füchsle hat sich das Geschäftsguthaben 2013 um rund 41 000 Euro erhöht, während die rückständigen fälligen Einzahlungen am Ende des Geschäftsjahres rund 40 000 Euro betrugen. Insgesamt beträgt der Bilanzgewinn 195 561,67 Euro nach 125 378,18 Euro im Vorjahr.

Es folgen der Aufsichtsratsbericht und der Prüfungsbericht des Genossenschaftsverbandes. Im Anschluss daran schlug OB Lorig als Aufsichtsratsvorsitzender vor, eine Dividende von zwei Prozent an die Mitglieder auszuschütten (20 758,26 Euro). Dies wurde einstimmig angenommen.

Nachdem Vorstand und Aufsichtsrat auf Antrag von Alt-Oberbürgermeister Hans Netzer einstimmig entlastet wurden, stand die Wahl zweier Aufsichtsratsmitglieder an. Turnusgemäß schieden Klaus Lorig und Eckhard Wannenmacher aus, stellten sich jedoch zur Wiederwahl. Beide wurden einstimmig wiedergewählt.

Der ABG gehören 1266 Mitglieder mit 10 680 Anteilen an (Stand 31. Dezember 2013). Gekommen waren zur Versammlung nur 76 Personen. "Die Mitglieder sollten sich mehr einbringen", meinte Mieterin Anni Poth. Für Geschäftsführer in spe Markus Arend ist das ein Punkt, an den er anknüpfen will. "Oberste Priorität hat für mich die Zufriedenheit der Mitglieder", erklärte er. "Ich möchte den Leerstand in Völklingen abbauen, den Wohnwert steigern und die Genossenschaft in die Zukunft führen."

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