Regionalliga Südwest

Auf der Suche nach der Leichtigkeit

FCS-Abwehrspieler Marlon Krause wird von Physiotherapeut Paulo da Palma behandelt. Es besteht der Verdacht auf Kreuzbandriss. FOTO: Andreas Schlichter

Stuttgart. Regionalliga-Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken verliert beim VfB Stuttgart II mit 1:2.

Es läuft die 93. Minute der Fußball-Regionalliga-Partie VfB Stuttgart II gegen den 1. FC Saarbrücken. FCS-Innenverteidiger Steven Zellner prügelt den Ball nach vorne, Angreifer Kevin Behrens legt per Kopf ab, doch der Schussversuch von Martin Dausch wird abgeblockt. Dann ist Schluss. Der FCS unterliegt zum dritten Mal in den letzten fünf Partien – diesmal mit 1:2 (0:1). „Wenn ich meinen reinmache, sieht es anders aus“, sagte Behrens kopfschüttelnd: „Jetzt müssen wir uns mal langsam wieder straffen.“ Heißt: „in die Spur kommen“.


Danach sah es zunächst auch aus. Nach 70 Sekunden hatte erst FCS-Toptorjäger Patrick Schmidt freie Bahn, scheiterte aber wie eine Minute später Behrens in einer Situation, in der man von einem Stürmer mit Zweitliga-Ambitionen durchaus einen Treffer erwarten kann. Behrens kämpfte wenigstens, Schmidt war ein Ausfall. Bezeichnend für das Spiel des Webenheimers war eine Szene aus der 61. Minute, als Behrens von der Grundlinie zurücklegte, Schmidt vor dem Tor aber über den Ball trat. „Die Leichtigkeit, das Selbstverständnis ist so ein bisschen verloren gegangen“, stellte auch FCS-Trainer Dirk Lottner fest: „Wir haben immer wieder Spieler, die nicht ihre optimale Tagesform erreichen.“

Saarbrücken kontrollierte über 90 Minuten die Partie. Zwingendes sprang aber selten dabei raus. Die Gegentreffer schenkte man dem Gegner. Vor dem 0:1 (17.) verlor Pierre Fassnacht den Ball absolut unnötig gegen Takuma Asano, Niklas Sessa tanzte Oliver Oschkenat aus und traf aus 17 Metern rechts unten ins Eck. Oschkenat kam kurz zuvor für Marlon Krause, der mit Verdacht auf Kreuzbandriss in eine Klinik gebracht werden musste. Auch das 2:1 besorgte Sessa (77.) – von Fassnacht nur begleitet, von Manuel Zeitz und Zellner nicht gestellt, hatte der Stuttgarter bei seinem zwölften Saisontor keine Mühe.

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