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Was alles im Hausflur stehen darf

Das Abstellen von Fahrrädern im Hausflur ist in den meisten Fällen nicht gestattet. FOTO: dpa-tmn / Hendrik Schmidt

Frankfurt. Vor der eigenen Wohnungstür dürfen Mieter längst nicht alles lagern. In Mehrfamilienhäusern gibt es darüber häufiger Streit

Wenn sich Bewohner eines Mehrparteienhauses streiten, geht es nicht selten um den Hausflur. Die einen stellen dort Blumenkübel auf, die anderen Schuhschränke, wiederum andere parken den Kinderwagen vor ihrer Wohnungstür. Doch was ist erlaubt und was nicht? Hier ein Überblick:

Blumenkübel: Wer Pflanzen zur Verschönerung oder zum Überwintern im Hausflur abstellt, muss wissen: „Hierfür muss der Vermieter grünes Licht geben, ansonsten ist das unzulässig“, sagt Rolf Janßen, Geschäftsführer des Mieterschutzvereins in Frankfurt/Main. Auch das Argument, dass nach einer energetischen Sanierung auf dem Balkon weniger Platz zur Verfügung stehe, berechtigt nicht zum Aufstellen von Pflanzen im Hausflur. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt/Main hervor (Az.: 33 C 3648/17).

Rollator und Rollstuhl: Gehhilfen dürfen grundsätzlich im Hausflur abgestellt werden. „Dafür muss der Hausflur aber entsprechend groß sein“, erklärt Silvia Jörg vom Interessenverband Mieterschutz in Hamburg. Zudem muss der betroffene Mieter auf die jeweilige Gehhilfe angewiesen sein, und andere Mieter dürfen dadurch nicht beeinträchtigt werden, entschied das Amtsgericht Recklinghausen (Az.: 56 C 98/13). „Der Vermieter kann jedoch verlangen, dass der Rollstuhl oder der Rollator zusammengeklappt wird“, erläutert Jörg und verweist auf ein Urteil des Landgerichts Hannover (Az.: 20 S 39/05).

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