Verletzter Mann fordert 100.000 Euro

Unfall im Schwimmbad: Badegast verklagt Stadt auf Schmerzensgeld

Der Sprungturm eines Freibades spiegelt sich in einer Sonnenbrille. FOTO: dpa / Torsten Silz

Nürnberg. Sommer, Sonne, Schwimmbad. Von den Sprungtürmen aus kann man sogar fliegen. Was für ein Spaß. Aber wer muss eigentlich zahlen, wenn ein Badegast von einem Turmspringer verletzt wird?

Das Oberlandesgericht Nürnberg hat klargestellt, dass die Besucher eines Schwimmbades keine „Rundum“-Kontrolle sämtlicher Badegäste und möglicher Gefahrenstellen erwarten können. Es hat deshalb in zweiter Instanz die Klage eines früheren Badegastes zurückgewiesen, der nach einem Unfall im Schwimmbecken 100.000 Euro Schmerzensgeld von der Stadt Nürnberg verlangt hatte.

Unfall im Schwimmbecken durch Turmspinger?


Der Betroffene hatte am 20. Juli 2014 gegen 18.00 Uhr im Nürnberger Westbad eine schwere Verletzung am linken Arm erlitten. Er behauptet dazu, dass er unterhalb des Sprungturmes geschwommen sei, als eine unbekannte Person vom 10 Meter-Sprungturm auf ihn gesprungen sei. Infolgedessen habe er schwere Verletzungen davongetragen. Die unbekannte Person konnte trotz eines Aufrufs in den Medien nicht ausfindig gemacht werden.

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