Eine Frage der Vorfahrt

Kreisverkehr-te Welt in Köllerbach?

Die Baustelle zwischen Püttlinger Innenstadt und Köllerbach legte am 1. Dezember eine Winterpause ein, die Vollsperrung wurde für sechs Wochen aufgehoben. Der provisorische Kreisverkehr in Höhe des Köllerbacher Sportplatzes (Foto) wurde jedoch erst ein paar Tage später beseitigt, was für Irritationen sorgte, da die Fahrzeuge im Kreisverkehr weiterhin Vorfahrt hatten. Was jedoch von den Fahrern, die auf der Hauptstrecke geradeaus durch den Kreisel gefahren sind, nicht immer registriert wurde. Seit Mittwoch ist der Kreisel nun – vorübergehend – aus dem Verkehr gezogen. FOTO: Walter Faas

Köllerbach. Der provisorische Verkehrskreis machte Probleme. Unabhängig davon wird über einen echten Kreisel nachgedacht.

Die Dauer-Baustelle zwischen Püttlinger Innenstadt und Köllerbach mit Vollsperrung macht sechs Wochen Winterpause (wir berichteten), die Autos dürfen also, seit 1. Dezember, so lange wieder durchfahren. Für die Umleitung war jedoch auch, in Höhe des Fußballplatzes in Köllerbach, ein provisorischer Kreisverkehr auf die Köllertalstraße (L 136) aufgemalt und entsprechend beschildert worden. Nur hatte die mit der Umstellung der Verkehrsführung beauftragte Firma den provisorischen Kreisverkehr nicht gleich mit abgebaut. Das führte zu kritischen Situationen und wütenden Hup-Protesten, weil Autofahrer auf der jetzt freien Haupt-Ortsdurchfahrt den Kreisverkehr übersehen haben und einfach durchgebraust sind.

Dem Vernehmen nach hätten „Witterungsgründe“ dazu geführt, dass der provisorische Kreisverkehr die ersten Tage nach Öffnung der Straße noch nicht rückgängig gemacht worden war. Und wer hatte in dieser kritischen Zeit die Vorfahrt? „Natürlich der Fahrer, der schon im Kreis ist. Da gilt die Straßenverkehrsordnung“, bestätigt Hans Egon Maurer, Abteilungsleiter Tiefbau des Eigenbetriebs Technische Dienste der Stadt Püttlingen.

Maurer berichtet aber auch, dass es Überlegungen gegeben habe, die provisorische Kreisverkehrsregelung auch in den besagten sechs Wochen komplett aufrecht zu erhalten, aus praktischen Erwägungen: „Da muss man nicht ständig auf- und abbauen“, so Maurer. Das ist jetzt allerdings doch nicht so gekommen, denn nun gilt am Knotenpunkt wieder die alte Regelung, nach der die Landstraße Vorfahrt hat, und die Beschilderung trägt dem ebenfalls wieder Rechnung.

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