Schülerstreik fürs Klima in Saarbrücken und St. Wendel

Lehrer-Gewerkschaft GEW findet den Schülerstreik fürs Klima gut

Schüler bei der „Fridays for Future“-Demonstration in Saarbrücken vor einigen Wochen. FOTO: Mauritius de Dorsthorst

Saarbrücken. Die Schülerstreiks für die Rettung des Weltklimas („Fridays for future“) können am Freitag, 15. März,  einen neuen Höhepunkt erreichen. Unter den etwa 100 Städten in Deutschland, wo entsprechende Aktionen nach dem Vorbild der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg angekündigt sind, befinden sich Saarbrücken (10 Uhr ab Congesshalle) und St.

Wendel (11 Uhr ab Schlossplatz). In vielen Ländern auf der ganzen Erde haben Schüler entsprechende Protestveranstaltungen gegen die unzureichende Klima-Politik der jeweiligen Regierungen angekündigt.

„Es ist gut, dass Schülerinnen und Schüler sich für den Klimaschutz einsetzen und es ist auch nachvollziehbar, dass sie während der Unterrichtszeit demonstrieren. Nur so können sie die breite Öffentlichkeit mit ihren Forderungen erreichen“, erklärte jetzt die Landesvorsitzende der Lehrer-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Birgit Jenni. „Das ist gelebte Demokratie und Teil der demokratischen Teilhabe der Schülerinnen und Schüler.“ Schülerinnen und Schüler mit Sanktionen abzustrafen sei dagegen der falsche Schritt, um dem klimapolitischen Engagement zu begegnen. Die CDU im Saarland hatte gefordert, das Fernbleiben vom Unterricht zu dokumentieren. SPD-Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) hatte seine Sympathie für die Schülerstreiks bekundet und es den Schulleitungen überlassen, wie diese damit verfahren.

Die GEW fordere von der Politik, das Unesco-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) viel stärker zu verfolgen. Schulen sollten sich mit dem Thema nicht nur im Unterricht auseinandersetzen, sondern auch die eigene Arbeitspraxis hinterfragen: Welche Materialien verwenden wir? Sind diese sozial verträglich?, so Jenni. Leider fehle es den Schulen vor allem an personellen und materiellen Ressourcen, um dieses Bildungsziel umzusetzen. „Hier ist die Politik gefordert, entsprechende Mittel einzusetzen“, betonte Jenni.


(dik)
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