Gretchenfrage: Garage oder Carport

Abstellmöglichkeit ist nicht nur eine reine Kostenfrage

Stuttgart/München. Die Deutschen lieben ihr Auto, dementsprechend gut wird es behandelt. Doch beim Thema Carport oder Garage scheiden sich die Geister.

(dpa) Wohin mit dem Auto, wenn es nicht bewegt wird? Garage und Carport sind Klassiker. Wer auf den Preis achtet, entscheidet sich wohl für den Carport, die eindeutig günstigere Lösung. „Vorgefertigte Bausätze aus Holz gibt es bereits ab rund 1000 Euro, während eine Garage leicht das Fünffache kosten kann“, sagt Philipp Sander vom Automobilclub Mobil in Deutschland. Vor allem wenn eine Garage individuell geplant und gebaut wird, steigen die Kosten. Und ganz ohne Papierkram funktioniert beides nicht: „Für beide Varianten gilt, dass eine Bauanzeige und oft auch eine Baugenehmigung benötigt wird.“ Vom Sicherheitsaspekt her ist die abschließbare Garage im Vorteil. „Das Fahrzeug ist hier viel besser vor Einblicken, Diebstahl und Vandalismus geschützt“, sagt Marcel Mühlich vom Auto Club Europa (ACE).

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Garage bietet absoluten Schutz vor Marderbissen. Daneben, so Sander, eigne sich eine Garage natürlich auch gut als Stauraum für Reifen, Autozubehör und sonstige Gegenstände. Aber: „Während sich in der Garage nach einer Regenfahrt oft Feuchtigkeit sammelt, ist ein Carport viel besser belüftet“, sagt Mühlich. „Das Auto rostet dort sicherlich nicht so schnell.“

Bei der Versicherung lässt sich mit dem sogenannten „Garagenrabatt“ Geld sparen. „Die Unterscheidung zwischen Straße und Garage nimmt der Versicherer vor, da statistisch gesehen geringere Schadensregulierungskosten für Fahrzeuge entstehen, die nicht im Freien abgestellt werden“, sagt Jens Dötsch, Fachanwalt für Verkehrs- und Versicherungsrecht. Hierdurch könnten zahlreiche Schäden vermieden werden: Beschädigungen durch Dritte, durch Unwetter oder auch durch Diebstahl.

top