Landgericht verurteilt Ex-Chefs von „alphapool“

Angebliche Millionen-Betrüger von der Saar sollen Jahre hinter Gitter

Vorsicht bei der Geldanlage. Vertrauen zahlt sich nicht immer aus. Symbolfoto. FOTO: dpa / Patrick Pleul

Saarbrücken. Das Geld ist weg und irgendwie will es keiner gewesen sein. Drei Geschäftsleute aus dem Saarland sollen bundesweit Geldableger um Millionen geprellt haben. Sie weisen das zurück.

Das Landgericht Saarbrücken hat drei Geschäftsleute aus dem Saarland wegen Millionenbetruges zu Haftstrafen zwischen sieben Jahren sowie sechs Jahren und drei Monaten verurteilt. Nach Feststellung der Richter hatten die Angeklagten mit ihrer Firma „alphapool“ in den Jahren 2009 bis 2013 bundesweit mehrere Hundert Geldanleger unter dem Strich um fast sieben Millionen Euro geprellt. Ein erheblicher Teil dieses Geldes, nämlich insgesamt rund 1,3 Millionen Euro, sei über die Jahre als Gehalt, Provision oder sonstige Zahlung an die drei Männer geflossen.

Angeklagte weisen die Vorwürfe zurück

Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück. Sie haben über Jahrzehnte im Bereich Versicherungen/Finanzdienstleistungen gearbeitet und sind heute zwischen 56 und 65 Jahre alt. Einer von ihnen betonte in seinem letzten Wort vor Verkündung des Urteils: „Wir hatten definitiv zu keinem Zeitpunkt vor, unsere Kunden zu betrügen. Niemals.“ Man habe gemeinsam mit den Kunden ein gutes Geschäft machen wollen. Zum Vorteil beider Seiten. „Wir haben daran geglaubt. Zu 100 Prozent. Sonst hätten wir es nicht gemacht.“ Aber leider sei das Anlagemodell von „alphapool“ gescheitert, so der Angeklagte.

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