Illegale Tierhaltung in Kellerraum von Uniklinik

Gerichtsbeschluss deckt auf: So litten Mäuse bei Tierversuchen

Eine Maus auf der Hand einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin. Symbolfoto. FOTO: dpa / Friso Gentsch

Münster. Sie opfern ihr Leben im Dienst der Wissenschaft. Und kaum jemand kennt das Leid der Versuchstiere in Forschungslabors. Ein Gericht hat dazu jetzt erschreckende Details veröffentlicht.

Eine Wissenschaftlerin der Hautklinik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist mit sofortiger Wirkung das Halten und Betreuen von Tieren untersagt worden, die in Tierversuchen gezüchtet und gehalten werden. Das ergibt sich aus einer Ordnungsverfügung der Stadt Münster, die das Verwaltungsgericht Münster - vorläufig - bestätigt hat (Az.: 1 L 2222/17). In der Pressemitteilung des Gerichts zu dem Beschluss werden erschreckende Details zum früheren Umgang mit Versuchs-Tieren vor Ort beschrieben.

Anonymer Hinweis brachte Stein ins Rollen


Damit zu den Einzelheiten des Falles: Nach einem anonymen Hinweis hatte die Uni am 20. Juni 2017 beim Veterinäramt der Stadt Münster eine Selbstanzeige über eine unerlaubte Tierhaltung im Keller der Hautklinik der Medizinischen Fakultät der Universität erstattet. Bei einer Überprüfung am selben Tag durch zwei amtliche Tierärztinnen waren in einem Kellerraum der Hautklinik 36 Käfige mit insgesamt 77 Mäusen entdeckt worden.

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